Jörg Löwer Geschrieben am 5 September, 2013

Wahlprüfsteine aus dem Bereich der Darstellenden Künste in nichtöffentlicher Trägerschaft

Ludwig BarnayAm 4. September hat im Kunstquartier Bethanien in Berlin die Plattform Darstellende Künste anlässlich der Bundestagswahl die Ergebnisse einer Befragung der im Bundestag vertretenen Parteien sowie der Piratenpartei vorgestellt. Im Fokus standen die Fragen: Welche kulturpolitischen Akzente wollen die Parteien setzen und welchen Stellenwert hat dabei eine zivilgesellschaftlich getragene Kunst- und Kulturarbeit und haben dabei insbesondere Tanz und Theater in nicht-öffentlicher Trägerschaft? Gerade für diesen Bereich spielt die Bundestagswahl eine große Rolle, da der Bund wesentliche Fördermittel bereit stellt.

Der Plattform gehören der Bund Deutscher Amateurtheater, der Bundesverband Freier Theater, der Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum, der Dachverband Tanz Deutschland, die Dramaturgische Gesellschaft, der Fonds Darstellende Künste (hier ist die GDBA Mitglied), das Internationale Theaterinstitut und der Verband Deutscher Puppentheater an.

Aus den Antworten der Parteien werden nun zentrale Forderungen abgeleitet:

  • ein schlüssiges Konzept zur Sicherung der sozialen Lage der Künstlerinnen und Künstler
  • keine allgemeinen Bekenntnisses zur Künstlersozialkasse, sondern konkrete Sicherung der Künstlersozialkasse auf der Basis stabiler Abgabesätze sowie durch Klarstellung und Durchsetzung der gesetzlichen Abgabepflichten der Verwerter
  • deutliche Erhöhung der Fördermittel für die Darstellenden Künste zur Stärkung der Förderinstitutionen, für Produktionsstrukturen und der Entwicklung nachhaltiger Förderinstrumente
  • Sicherstellung von Mindesthonoraren in projektgebundener Kulturarbeit
  • keine Subsumierung der Kulturförderung und -sicherung in der Förderpolitik unter dem Thema „Kulturelle Bildung“
  • mit Blick auf Europa und das neue Programm „Kreatives Europa“ eine klare und interministeriell koordinierte Absage an jegliche Bestrebungen zur Überführung des kulturellen Sektors in den Bereich kommerzieller Dienstleistungen sowie den Aufbau einer nationalen Komplementärfinanzierung für internationale Kooperationsprojekte
  • Stärkung der Kulturförderung im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft
  • Stärkung der Kulturpolitik als ressortübergreifende Querschnittsaufgabe
  • intensiver Dialog zwischen der Politik, den Förderern und den Akteuren in Städten, Ländern und beim Bund
  • Stärkung der Finanzausstattung der Kommunen

Hier gehts zu den Wahlprüftseinen und ihrer Beantwortung durch die Parteien.

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