Jörg Löwer Geschrieben am 2 Mai, 2013

Versicherung von Mutterschutzzeiten bei der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen

Ludwig BarnayDer Verwaltungsrat der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen – VddB – hat die rentenwirksame Versicherung von Mutterschutzzeiten beschlossen. Die Versicherung gilt auch für alle zurückliegenden Geburten. Voraussetzung ist allerdings, dass die Mutter zu dieser Zeit bei einem Theater beschäftigt und damit bei der VddB pflichtversichert war. (Mutterschutzzeiten in der ehemaligen DDR können deshalb leider nicht anerkannt werden, weil nach dem Einigungsvertrag eine Pflichtversicherung erst für Zeiten nach dem 31. Dezember 1990 begründet werden konnte.)

Bei Geburten ab 2015 werden die Mutterschutzzeiten vom Arbeitgeber gemeldet und sind damit versichert. Geburten vor 2015 werden von der VddB nicht automatisch erfasst, sondern Mütter erhalten auf Antrag einen entsprechenden Zuschlag zu ihrer Rente. Für Versicherte, die noch keine Rente beziehen, ist dieser Antrag zusammen mit dem Rentenantrag zu stellen.

Mütter, die bereits eine Rente beziehen, können diesen Antrag demnächst stellen. Sie werden in nächster Zeit von der VddB schriftlich informiert und erhalten das Antragsformular. Ihre Rente wird sodann um den Zuschlag erhöht, dieser wird auch rückwirkend, maximal für Rentenlaufzeiten ab 1. Januar 2007 nachgezahlt.

Die VddB weist darauf hin, dass aufgrund der Kürze der gesetzlichen Mutterschutzzeiten ihre Versicherung nur zu geringen Erhöhungen der Versorgungsansprüche führen wird.

Nähere Informationen erhalten Sie unter
http://www.versorgungskammer.de/portal/page/portal/bvk/bvk/vddb/info/mutterschutz.pdf
(Informationsblatt) sowie
http://www.versorgungskammer.de/portal/page/portal/bvk/ssl_40/vddb_antrag_mutterschutz.pdf
(Antragsformular).

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken

Kategorien

Archive