Jörg Rowohlt Geschrieben am 28 August, 2019

Theatergewerkschaften fordern in gemeinsamer Pressemitteilung: Ab sofort volle Tariflöhne in Thüringen!

Die vier Gewerkschaften Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA), Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO), Deutsche Orchester-Vereinigung (DOV) und ver.di haben zur Situation in Thüringen eine gemeinsame Pressemitteilung herausgegeben:

Theatergewerkschaften fordern: Ab sofort volle Tariflöhne in Thüringen!

Die an den Thüringer Theatern und Orchestern vertretenen Gewerkschaften Deutsche Orchestervereinigung e.V. (DOV), Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e.V. (VdO), Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) und Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordern ab sofort eine tarifgerechte Bezahlung aller Theater-und Orchesterbeschäftigten.

Die Gewerkschaften richten ihre Forderung an den Kulturminister Benjamin Immanuel Hoff, an die Fraktionsvorsitzenden und kulturpolitischen Sprecher*innen im Thüringer Landtag sowie an alle Trägerkommunen der Theater und Orchester.

30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist es nicht mehr zeitgemäß, dass in vielen Thüringer Theatern und Orchestern noch weit unter Tarif gezahlt wird, während andere öffentlich bedienstete Arbeitnehmer*innen Volltarif erhalten. Land und Kommunen müssen zusätzliches Geld ins System geben. Allein für die Orchester fehlen derzeit 4 Millionen €, dieselbe Summe fehlt für alle anderen Theaterbeschäftigten. Hinzu kommt, dass durch langjährige Sparprozesse das Personal bis zur Schmerzgrenze abgeschmolzen wurde. Diese strukturellen Unterbesetzungen können nur durch kontinuierliche Neueinstellungen ausgeglichen werden. Hierfür sind weitere 4 Millionen zu veranschlagen. Insgesamt klafft damit eine Finanzierungslücke von 12 Millionen €.

In Hinblick auf die bevorstehende Landtagswahl fordern die Gewerkschaften von allen Fraktionen ein klares Bekenntnis zur auskömmlichen Finanzierung der Theater und Orchester. Die Parteien sollen sich bereits im Vorfeld der Wahl in dieser Sache klar positionieren und sich an ihrer Aussage messen lassen.

Anlage: Brief der Gewerkschaften

v.i.S.d.P:
Gerald Mertens, DOV, Littenstraße 10,10179 Berlin; Gerrit Wedel, VdO, Ludwigkirchplatz 2,10719 Berlin; Michael Kopp, ver.di, Karl-Liebknecht-Straße 30-32, 04107 Leipzig; Alexander Günther, GDBA, Rainer-Maria-Rilke-Straße 12, 99425 Weimar
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