Jörg Löwer Geschrieben am 29 Januar, 2010

Theaterfinanznot und Marketing oder: „Wie lasse ich mir vom Publikum helfen…..“

Ludwig BarnayDie Finanznot der öffentlichen Haushalte und ihre Folgen für die Theater war in diesem Blog schon mehrfach Thema. Und es sieht auch nicht so aus, als ob sich daran schnell etwas ändern würde. Aktuell seien zwei Beispiele aus dem hohen Norden genannt:

Dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater droht Ende 2011 die Insolvenz oder ein Stellenabbau „in maßgeblichem Umfang“ bis hin zur Spartenschließung, da die Zuschüsse vom Land eingefroren sind. Es gab bereits einen parlamentarischen Abend der drei großen Theater des Landes (Schleswig-Holsteinisches Landestheater, Theater Kiel, Theater Lübeck).

Landestheater droht Insolvenz: „Ende 2011 sind wir pleite“
aus Kieler Nachrichten

Klimmzüge für klamme Bühnen
aus shz.de

Hier geht es zur online-Petition mit deren Zeichnung man gegen den drohenden Abbau protestieren kann:
Ihre Stimme für den Erhalt des Landestheaters

Auch das Land Niedersachsen bringt seine Theater ins Trudeln. Die Landesbühne Niedersachsen Nord kämpft um die langfristige Theaterversorgung in einer strukturschwachen  Region.

Spiel und Spenden: Landesbühne Nord kämpft um Zukunft
aus Hannoversche Allgemeine

In Wilhelmshaven setzt man nun auf die Mobilmachung der stärksten Waffe: des eigenen Publikums. Auf der Homepage des Theaters wurde eine Seite für „Publikumsappelle an das Land“ eingerichtet. Dort kann eine Petition unterzeichnet werden, man sieht Videoappelle des Publikums und nach den Vorstellungen des Musicals „Meta“ wird der  Zuschauerruf „Lang lebe die Landesbühne!“ aufgenommen und online gestellt.

Virales Marketing, dem wir Erfolg wünschen.

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