Lisa Jopt

Solidarität mit Julia Preuß und Katharina Schmidt

Hamburg, 09. Dezember 2022 

Stellungnahme

Solidarität mit Julia Preuß und Katharina Schmidt 

GDBA fordert Aufhebung des Hausverbots und Nichtverlängerungsschutz für alle NV-Bühne-Beschäftigten am Schauspiel Leipzig

Am 08.12. wurde in der Onlineausgabe des Stadtmagazins „Kreuzer“ die Nichtverlängerung und das Hausverbot für die zwei Schauspielerinnen Julia Preuß und Katharina Schmidt bekannt. Als Gewerkschaft sind wir mit dem Fall vertraut, haben Gespräche mit Intendant Enrico Lübbe, Verwaltungsdirektor Daniel Herrmann und der Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke als auch mit den Betroffenen und Mitgliedern der Belegschaft geführt.

Wie schon im Fall des Hausverbots von Antonio Geromalo Fancellu am Theater Naumburg ist der Grund für das Hausverbot am Schauspiel Leipzig nicht nachvollziehbar und eine Demonstration inakzeptabler Härte. Beide Fälle müssen uns und die anderen verhandelnden Tarifparteien vor die Frage stellen, wieviel Meinungs- und Versammlungsfreiheit sich NV-Bühne-Beschäftigte leisten können.

Einer Machtdemonstration wie ein Hausverbot sorgen naturgegeben bei NV-Bühne-Beschäftigten für einen immensen Vertrauensverlust in die Theaterleitung, in die Aufsichtsbehörde und in das eigene Solidaritätsgefühl. Die deswegen ausgefallenen Vorstellungen sorgen zudem für Unruhe über das Ensemble hinaus. Um dem entstandenen Schaden in Grenzen zu halten, fordert die GDBA sowohl das Hausverbot aufzuheben als auch alle NV-Bühne-Beschäftigten mindestens bis zum Ende der Amtszeit von Enrico Lübbe unter Nichtverlängerungsschutz zu stellen, um ein neues Vertrauensverhältnis aufzubauen.

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