Jörg Löwer Geschrieben am 14 Dezember, 2012

Pressemitteilung zum Stand der Gespräche über einen Haustarifvertrag für das Volkstheater Rostock

 Die Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO), die Deutsche Orchestervereinigung (DOV) sowie die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) haben sich in einer gemeinsamen Presseerklärung zum Stand der Gespräche über einen Haustarifvertrag für das Volkstheater Rostock (VTR) zu Wort gemeldet:

 

Belegschaft bietet 6,2 Mio Euro Verzicht an!

Als Ergebnis der Gespräche vom 12.12.2012 mit der Theaterleitung des Volkstheaters Rostock (VTR) und dem Deutschen Bühnenverein erklären die Gewerkschaften Deutsche Orchestervereinigung (DOV), Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) und Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO) ihre Bereitschaft, auf der Basis der Flächentarifverträge einen Haustarifvertrag anzubieten, der einen Verzicht der Mitarbeiter des Volkstheaters über einen Zeitraum von fünf Jahren in Höhe von insgesamt 6,2 Mio. Euro beinhaltet.

Der beabsichtigte Haustarifvertrag hat zum Ziel, das Volkstheater Rostock in seiner bestehenden Struktur als eigenständiges und eigenverantwortlich produzierendes Mehrspartentheater nachhaltig zu sichern und die künstlerische Leistungsfähigkeit qualitativ zu gewährleisten.

Das Angebot der Gewerkschaften geht damit weit über das gerade von Kulturminister Brodkorb veröffentlichte Angebot hinaus, das dem VTR lediglich eine halbe Million Euro zur Abwendung der drohenden Insolvenz in Aussicht gestellt hat, womit jedoch für das Jahr 2013 noch nicht einmal ein durchgehender Spielbetrieb gewährleistet werden könnte.

Die Belegschaft würde damit zwar den Löwenanteil des auszugleichenden Defizits (ca. 2/3) schultern, dennoch kann die sich durch den Verzicht der Beschäftigten ergebende Summe allein die bestehende strukturelle Unterfinanzierung des Volkstheaters nicht beheben. Im Gegenzug wird erwartet, dass die Bürgerschaft die verbleibenden Fehlbeträge zur Finanzierung des Theaters bis zum Ende der Laufzeit ausgleicht und an der Errichtung eines Theaterneubaus festgehalten wird.

Sabine Nolde, GDBA
Martin Majewski, DOV
V.i.S.d.P.: Gerrit Wedel, stellv. Geschäftsführer der VdO

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