Jörg Rowohlt

Pressemitteilung: Lisa Jopt ist neue Präsidentin der GDBA!

Heute fand am Genossenschaftstag der GDBA die Neuwahl zur Präsidentschaft statt. Hierzu haben wir eine Pressemitteilung veröffentlicht:

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Lisa Jopt ist neue Präsidentin der GDBA!

Der virtuelle Genossenschaftstag der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) hat heute die Schauspielerin Lisa Jopt (38) zur neuen Präsidentin der GDBA gewählt. Die etwa 140 Teilnehmenden stimmten mit großer Mehrheit für die Schauspielerin, die auch Vorsitzende des ensemble-netzwerks ist. Damit steht zum ersten Mal in ihrer 150-jährigen Geschichte eine Frau an der Spitze der Künstler*innengewerkschaft.

In ihrer Bewerbungsrede schlug sie eine Modernisierungsagenda für die GDBA vor, die sowohl einen guten Tarifvertrag als auch ein spartenübergreifende Solidarität der Bühnenangehörigen in den Mittelpunkt stellt. Die Mindestgage soll signifikant erhöht und ein Mindestgagenstufensystem eingeführt und die Differenzen zwischen Kollektiven und Solist*innen überwunden werden.
Lisa Jopt: „Leitspruch der GDBA muss der Wille zu Veränderungen, Erneuerungen und zu progressiven Kompromissen sein, so wie es auch für zeitgenössische Theater gilt. Relevanz entsteht aus Visionen und Veränderung. Ich verstehe meine Amtszeit als einen großen Wandel.“
Dazu möchte Lisa Jopt auch das Zusammengehörigkeitsgefühl der GDBA-Mitglieder verbessern: „Wer Arbeitskampf kann, muss auch Party können. Es gibt aktuell kein Format, in dem alle GDBA-Mitglieder sich kennen lernen können. Einmal im Jahr sollen deshalb alle Mitglieder am Rande des Theatertreffens zusammen kommen, um zu Netzwerken und zu Feiern. Wenn Berlinale ist, platzt Berlin vor lauter Agenturempfängen aus allen Nähten. Wenn Theatertreffen ist, haben die meisten eher das Gefühl ‚Ich bin mal wieder nicht eingeladen‘. Bei unserem Branchentreff geht es um die gemeinsame Identität, um das Wir-Gefühl. Das ist der Kit, der uns über schwere Zeiten hinweghilft.“
Die öffentliche Wahrnehmbarkeit der Genossenschaft soll durch Kampagnen, Aktionen und die Sozialen Medien gestärkt werden. Funktionäre der GDBA müssen sich als regionale Ansprechpartner*innen für Medien und Politik verstehen, ihnen muss geholfen werden ein kulturpolitisches Netzwerk aufzubauen, um die GDBA angemessen zu repräsentieren und „mitzumischen“.

Der Genossenschaftstag der GDBA wird am morgigen Mittwoch mit der Beratung weiterer Anträge fortgesetzt.

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