Jörg Rowohlt Geschrieben am 8 November, 2019

Pressemitteilung: Landshut muss sein Theater sanieren

Der Landesverband Bayern der Künstlergewerkschaft GDBA hat heute eine Pressemitteilung zur notwendigen Sanierung des Theaters in Landshut herausgegeben:

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Landshut muss sein Theater sanieren

Die Künstlergewerkschaft GDBA hat eine Überprüfung der arbeitsrechtlichen Bedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landshuter Stadttheaters ins Gespräch gebracht.

Der Landesverband Bayern der GDBA traf sich am heutigen Freitag in München – Thema waren unter anderem die Verhältnisse, unter denen in Landshut kreative Leistungen erbracht werden. Die Beschäftigten sind ständigem Lärm, Hitze, Kälte, Verwesungs- und Fäkalgerüchen ausgesetzt. Bisher war das von den Betroffenen angesichts der in Aussicht gestellten Sanierung und Erweiterung des maroden alten Theaters hingenommen worden. Nun hat die Stadt allerdings einen weiteren Aufschub ins Gespräch gebracht. Dagegen wenden sich unter anderem eine Online-Petition und die GDBA. In einem Offenen Brief an den Landshuter Oberbürgermeister Alexander Putz (FDP) und die Mitglieder des Stadtrats wird darauf hingewiesen, in einem solchen Fall müsse sich auch die Gewerkschaft um rechtskonforme Arbeitsbedingungen bemühen. Das wiederum könnte Absagen von Vorstellungen, die Verschiebung von Premieren und die Aussetzung von Proben zur Folge haben und hätte womöglich unmittelbare Auswirkungen auf die Theater in Passau und Straubing – mithin auf die Einnahmen des gesamten Landestheaters Niederbayern. Insgesamt könnte eine Abwärtsspirale entstehen, an deren Ende der Bestand des Landestheaters selbst gefährdet wäre.

Die GDBA fordert den Landshuter Stadtrat und seinen Haushaltsausschuss auf, die Prioritäten entsprechend zu setzen und umgehend den Weg freizumachen für eine Sanierung des alten Stadttheaters und einen Erweiterungsbau.

Der Landesvorsitzende Bayern der GDBA, Klaus Müller, erklärt dazu: „Politikerinnen und Politiker landauf, landab erklären immer wieder, wie wichtig es sei, Theaterkultur auch in die Fläche zu bringen. Dazu müsse, so heißt es dann, selbstverständlich auch Geld ausgegeben werden. Das sind angesichts der Realität von Landshut bloße Sonntagsreden! Wir erwarten, dass die Stadt ihre früheren Zusagen umsetzt und die Theatermitarbeiterinnen und -mitarbeiter nicht weiter verunsichert.“

Olaf Schürmann, GDBA-Obmann am Stadttheater Landshut ergänzt: „Wir sind nicht länger bereit, unwürdige Arbeitsbedingungen zu dulden, wie sie mit dem Theaterzelt verbunden sind. Alle Stadträte sind herzlich eingeladen, sich vor ihrer Entscheidung vor Ort ein eigenes Bild zu machen!“

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