Jörg Löwer Geschrieben am 12 Juli, 2016

Pressemitteilung: Beim Hessischen Staatsballett sollen den Worten jetzt auch Taten folgen

Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger hat in einer Pressemitteilung auf die Aussagen der Geschäftsführung des Hessischen Staatstheaters in Wiesbaden reagiert:

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GDBA: Beim Hessischen Staatsballett sollen den Worten jetzt auch Taten folgen

Die Künstlergewerkschaft GDBA und die in ihr organisierten Tänzerinnen und Tänzer des Hessischen Staatsballetts sind mit den vom Arbeitgeber angekündigten nebulösen Gagenanpassungen nicht zufrieden: Die Verhandlungen sind bisher ergebnislos verlaufen, weil sich der Arbeitgeber gegen die berechtigten Forderungen der Ensemblemitglieder sperrt. GDBA-Präsident Jörg Löwer: „Wir erwarten jetzt einen Abschluss – den Worten sollen endlich Taten folgen.“ Die Verzögerungstaktik der Theaterleitung, die erst im September weiter verhandeln will, ist unerträglich.

An vergleichbaren Häusern bekommen Tänzerinnen und Tänzer bei entsprechender tariflicher Eingruppierung 270 Euro mehr als die Ensemblemitglieder des Hessischen Staatsballetts. Teilweise beträgt die Differenz sogar bis zu 600 Euro. Gleichzeitig besteht durch die Bespielung der beiden Häuser in Wiesbaden und Darmstadt eine überdurchschnittliche zeitliche und körperliche Belastung, die bei den anderen Kompanien nicht gegeben ist. Im Übrigen ist das Ballett die einzige Sparte in Wiesbaden, die dieser Belastung durch die Doppelbespielung ausgesetzt ist.

Trotz großer Kompromissbereitschaft seitens der in der GDBA organisierten Tänzerinnen und Tänzer hat die Theaterleitung bisher kein akzeptables Angebot unterbreitet, das die bestehenden Ungerechtigkeiten beseitigen würde. So sahen die Vorschläge der GDBA eine rückwirkende Gagenerhöhung ab März diesen, statt ab Juli letzten Jahres vor – das Gesamtvolumen unserer Kompromisse summiert sich auf mehrere hunderttausend Euro.

Ohne ernstzunehmende Angebote durch das Hessische Staatstheater schließt die GDBA auch weitergehende gewerkschaftliche Mittel zur Durchsetzung der Forderungen der Ensemblemitglieder nicht mehr aus.

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