Jörg Rowohlt Geschrieben am 25 September, 2015

Pressemitteilung: Beendigung der Friedenspflicht in Neubrandenburg/Neustrelitz

Die Künstlergewerkschaften Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO) und Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) haben sich in einer gemeinsamen Presseerklärung zur Beendigung der Friedenspflicht für die Beschäftigten der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz geäußert:

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Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz: GDBA und VdO beenden Friedenspflicht der NV Bühne-Beschäftigten

Jörg Löwer, Präsident der GDBA, und Tobias Könemann, Geschäftsführer der VdO, erklären:

Bis 2012 haben die Beschäftigten der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz durch Haustarifverträge erhebliche Verzichtsleistungen erbracht und sind seitdem ohne jegliche tarifliche Anknüpfung an die Fläche. Der sich dadurch ergebende tarifliche Abstand zur Fläche beträgt aktuell über 12 %. Trotz mehrmaliger Verhandlungen verweigert die Arbeitgeberseite nach wie vor eine für derartige Fälle im Normalvertrag Bühne vorgeschriebene gesonderte tarifliche Regelung für das künstlerische Personal.

Angesichts dieser Entwicklung und der in der Öffentlichkeit diskutierten Strukturänderungen sehen sich die Künstlergewerkschaften GDBA und VdO veranlasst, die Friedenspflicht der von uns vertretenen Beschäftigten zu beenden. Aus diesem Grund haben wir die bestehende Vergütungsordnung für die unter NV Bühne fallenden Beschäftigten der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz gemäß § 2 des 4. Tarifvertrages vom 12.04.2010 zur Änderung des NV Bühne vom 15.10.2002 fristgerecht zum 30.11.2015 gekündigt.

Dieser Schritt wurde nötig, um den berechtigten Forderungen unserer Mitglieder auch im Rahmen von möglichen Arbeitskampfmaßnahmen Nachdruck zu verleihen.

Selbstverständlich stehen nach wie vor beide Gewerkschaften für Gespräche zur Klärung der offenen Tariffragen zur Verfügung; insbesondere wird hiermit ausdrücklich das Angebot wiederholt, umgehend in Verhandlungen zum Abschluss eines Haustarifvertrages, der auch die künftigen Tarifentwicklungen für die Beschäftigten beinhalten kann, einzutreten.

Rückfragen: 030 884723-0
V.i.S.d.P.: Gerrit-Michael Wedel

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