Jörg Rowohlt Geschrieben am 25 Februar, 2016

Pressemitteilung: Arbeitskampf beim Theaterball in Neustrelitz

Die Künstlergewerkschaften Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO) und Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) setzen gemeinsam die Warnstreikmaßnahmen im Vorstellungsbetrieb diesmal während des übermorgen stattfindenden Theaterballs in Neustrelitz fort und äußern sich in einer gemeinsamen Presseerklärung:

Kombo_GDBA_VdO

Wieder Warnstreik in Neustrelitz:

Arbeitskampf beim Theaterball

Jörg Löwer, Präsident der GDBA, und Gerrit Wedel, stv. Geschäftsführer der VdO, erklären:

Die bei GDBA und VdO organisierten künstlerisch Beschäftigten der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz kündigen für den 27. Februar 2016 ausgeweitete Arbeitskampfmaßnahmen an. Hiervon wird das Rahmenprogramm des am kommenden Samstag unter dem Motto „Strangers in the Night“ stattfindenden Theater- und Opernballs in Neustrelitz betroffen sein.

Zu diesen Warnstreikmaßnahmen in ausgeweiteter Form sehen sich die Beschäftigten aus folgenden Erwägungen gezwungen: Seit Dezember ist es immer wieder zu Arbeitsniederlegungen und Aktionen an den Theatern in Neustrelitz und Neubrandenburg gekommen. Ziel der Aktionen war und ist die Rückkehr zu flächentariflichen Vergütungen, nachdem die künstlerisch Beschäftigten seit Jahren mit erheblichen Gehaltsverzichten unter anderem die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze und den Erhalt des Hauses zu gewährleisten suchten. Da diese Hoffnung infolge der Pläne der Landesregierung, nach denen das Theater zukünftig ohne eigene Musiktheatersparte fortgeführt werden und ein Großteil der Arbeitsplätze wegfallen soll, zerstört worden ist, können die NV Bühne-Beschäftigten einen tariflichen Abstand zur Fläche von über 12 Prozent nicht weiter akzeptieren. „Alle in der öffentlichen Verwaltung Beschäftigten erhalten tarifgerechte Bezahlungen, unsere Mitglieder können nicht weiter als Beschäftigte zweiter Klasse behandelt werden. Es kann nicht sein, dass die Künstler mit weiterem Lohnverzicht auch noch Steigbügelhalter für ihren eigenen Stellenabbau sein sollen“, so Gerrit Wedel von der VdO.

Nachdem der Deutsche Bühnenverein und die Theaterleitung jüngst mitgeteilt haben, dass sie von den Gesellschaftern keine Vorgaben für Verhandlungen mit den Gewerkschaften erhalten haben, sehen wir uns zu der angekündigten Ausweitung der Streikmaßnahmen gezwungen.

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