Prävention: Handlungsleitfaden zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen für Beschäftigte in der darstellenden Kunst

Geschrieben am 28.Juni 2018 von Jörg Löwer

Psychische Erkrankungen gehören zu den häufgsten Ursachen für Krankenstände und Arbeitsausfälle. Kein Wunder, dass Arbeitsplätze nicht mehr nur hinsichtlich ihrer physischen Belastungen und Gefährdungen, sondern auch in Bezug auf die psychischen Aspekte beurteilt werden. Das gilt auch für die Beschäftigten in der Darstellen Kunst.

Die Unfallkasse NRW hat deshalb jetzt einen Handlungsleitfaden zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen in der Darstellenden Kunst vorgestellt – die Broschüre soll Hilfestellung bieten, um das psychische Gefährdungspotenzial für Beschäftigte der Darstellenden Kunst einzuschätzen, Maßnahmen einzuleiten und damit psychische Gefährdungen zu reduzieren und nennt berufsspezifische Aspekte, die nur behoben werden können, wenn sie gezielt betrachtet werden: Die beruflichen Anforderungen darstellender Künstlerinnen und Künstler unterscheiden sich in entscheidenden Aspekten von denen anderer Berufsgruppen.

Die Informationsbroschüre der Unfallkasse will Orientierung bieten:

  • Welche Bereiche umfasst eine Gefährdungsbeurteilung im künstlerischen Bereich?
  • Was kann sie leisten, was nicht?
  • Wo liegt ihr Nutzen?
  • Was sind die spezifischen Belastungen und Beanspruchungen darstellender Künstlerinnen und Künstler?
  • Welches sind psychologisch relevante Schutzziele für Künstlerinnen und Künstler?
  • Welche psychischen Kompetenzen sind für Kreative unverzichtbar?
  • Wie können Kreative geschützt werden?

Verantwortliche sollen praxisnahe Ansätze zur Umsetzung einer Gefährdungsbeurteilung in die Hand gegeben werden, es soll vermittelt werden, wie die konkrete Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen für Beschäftigte in der darstellenden Kunst aussehen könnte.

Eine Gefährdungsbeurteilung bei psychischen Belastungen hat einerseits präventiven Charakter – andererseits kann sie aber auch bei konkreten Anlässen, wie einem erhöhten Krankenstand, bei wiederholten Klagen, sichtbaren Konflikten oder einem Einbruch in der Arbeitsleistung ein wertvolles Instrument und Basis für hilfreiche Maßnahmen darstellen.
Die vollständige Broschüre findet sich als PDF-Download hier:

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[1] Bild: https://www.unfallkasse-nrw.de/fileadmin/server/download/praevention_in_nrw/praevention_nrw_77.pdf

[2] Offener Brief der Bühnen- und Kostümbildprofessoren zur Umsatzsteuerdiskussion und Demonstrationsankündigung: https://www.buehnengenossenschaft.de/offener-brief-der-buehnen-und-kostuembildprofessoren-zur-umsatzsteuerdiskussion-und-demonstrationsankuendigung/

[3] Offener Brief der GDBA: Wuppertal verliert sich in kultureller Bedeutungslosigkeit – Massenentlassungen bei den Wuppertaler Bühnen – Zukunft des Schauspiels in Wuppertal: https://www.buehnengenossenschaft.de/offener-brief-der-gdba-wuppertal-verliert-sich-in-kultureller-bedeutungslosigkeit-massenentlassungen-bei-den-wuppertaler-buehnen-zukunft-des-schauspiels-in-wuppertal/

[4] Freischaffende aufgepasst: Private Pleiten!: https://www.buehnengenossenschaft.de/freischaffende-aufgepasst-private-pleiten/

[5] Welttheatertag danach: GmbH und Künstlergagen: https://www.buehnengenossenschaft.de/welttheatertag-danach-gmbh-und-kuenstlergagen/

[6] Offener Brief zu Nichtverlängerungen an den Städtischen Bühnen Osnabrück: https://www.buehnengenossenschaft.de/offener-brief-zu-nichtverlaengerungen-an-den-staedtischen-buehnen-osnabrueck/

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