Joerg Rowolt

Politik und Party: Die Zukunft beginnt jetzt

Der Genossenschaftstag der GDBA sowie der Branchentreff Bühne
mit Delegierten, Gästen und Promis wurde
n zu einem fulminanten Erfolg

the future is present!“ war die Überschrift des Branchentreffs Bühne der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) am 18. Mai, der im Rahmen des Genossenschaftstages stattfand. Damit lud die GDBA zu ihrem ersten Netzwerk-Event. Delegierte aus ganz Deutschland, Vertreter:innen diverser Netzwerke und Gewerkschaften sowie zahlreiche Rechtsanwält:innen bevölkerten die Berliner „Bar jeder Vernunft“.

Am Rande des Berliner Theatertreffens und des Genossenschaftstages der Gewerkschaft wurden eifrig Kontakte geknüpft und der 150. Geburtstag der 1871 gegründeten GDBA (nach)gefeiert. Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) hatte ein virtuelles Grußwort geschickt: „Der gewerkschaftliche Kampf erfordert ebenso viel Leidenschaft wie die Kunst“. Dafür stehe die GDBA-Präsidentin Lisa Jopt. Berlins Senator für Kultur und Europa Klaus Lederer (Die Linke) ließ es sich nicht nehmen, seinen Eröffnungsbeitrag persönlich abzuliefern: „Kunst ist Arbeit, und von der soll man anständig leben können. Mit dem rot-rot-grünen Senat in Berlin seit 2016 haben wir deshalb durchgesetzt, dass unsere Kultureinrichtungen die Kosten für Tariferhöhungen ausgeglichen bekommen, ohne dass es zulasten des künstlerischen Etats geht. Eigentlich sollte das eine Selbstverständlichkeit sein, aber das war es leider lange nicht – und ist es noch heute nicht überall. Wenn Berlin hier ein Stück weit Vorbild sein kann, freut mich das sehr.“

Während des Genossenschaftstages, dem höchsten Gremium der GDBA, beschäftigten sich die Delegierten neben der aktuellen Tarifpolitik unter anderem damit, die Bühnengewerkschaft künftig noch schlagkräftiger zu machen: So bekommen die freischaffenden Mitglieder bessere Mitwirkungsmöglichkeiten und erhalten Sitz und Stimme in Hauptvorstand und Tarifausschusses. Damit kann die GDBA die Arbeitswirklichkeit von nicht Festangestellten besser abbilden.   

Gestärkt werden sollen auch die Mitglieder, die keinem Lokalverband angehören. Sie werden künftig in Basisverbänden organisiert.

Gleichfalls ist es nun möglich sich in Departements/Arbeitsgemeinschaften zu berufsspezifischen oder gesellschaftspolitischen Themen zusammenzufinden.

Vielfältiger Vertretung dienen auch der Rat der Jüngsten und der Rat der Ältesten, für die eine Grundlage gelegt ist. Ersterer bietet Auszubildenden, Studierenden, Absolvent:innen und Berufsanfänger:innen die Möglichkeit, ihre Belange selbst zu vertreten. Im Rat der Ältesten finden sich Mitglieder im Ruhestand oder den letzten Berufsjahren zusammen.

Klar wurde beim Genossenschaftstag auch: Die Mitglieder der GDBA machen sich bereit für bundesweite Mobilisierungsaktionen, um die dringende Reform des NV Bühne durchzusetzen. 

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