Jörg Löwer Geschrieben am 15 Januar, 2013

Offener Brief: Die GDBA Landesverband Nord protestiert gegen Nachfolge für Intendanz in Oldenburg im Schnellverfahren

Der Landesverband Nord der GDBA hat sich in einem offenen Brief an die Kultusministerin von Niedersachsen, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, gewandt. Am Oldenburgischen Staatstheater soll eine neue Intendanz im Schnellverfahren gekürt werden. „Die Tatsache, dass drei Tage vor der Niedersächsischen Landtagswahl eine Entscheidung über die Intendantennachfolge im Eiltempo getroffen werden soll“, ruft laut kulturbeutel53.de „den Unmut einiger Theater-Ausschussmitglieder hervor“. Hier der offene Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Ministerin,

die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) verfolgt mit Verständnislosigkeit die in den Medien publizierte Verfahrensweise der Intendanten-Findung in Oldenburg.
Eine so wichtige Personalie im Schnellverfahren zu entscheiden, entspricht nach unserer Auffassung nicht der den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dieses erfolgreichen Theaters gegenüber gebotenen Sorgfaltspflicht.

Als vertragsschließende Gewerkschaft beanstanden wir die ungewöhnliche Eile und die mangelnde Transparenz in dem geplanten Verfahren.

Wir erwarten dagegen

  • eine öffentliche Ausschreibung;
  • lückenlose Information der Arbeitnehmervertreter über eingegangene Bewerbungen;
  • Beteiligung von Arbeitnehmervertretern an den entscheidenden Gesprächen mit den Kandidaten der Endrunde über ihr künstlerisches Konzept.

Diese „gelebte Demokratie“ gehört in den meisten Theatern der Bundesrepublik zur Normalität.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Nolde
GDBA Landesverbandsvorsitzende

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