Jörg Löwer Geschrieben am 30 Januar, 2013

Offener Brief an Staatsminister Neumann zur gescheiterten Umsatzsteuerbefreiung für Regisseure und Choreographen

Ludwig BarnayWir haben über das Scheitern des Jahressteuergesetzes 2013 – und damit die geplante Umsatzsteuerbefreiung für Regisseure und Choreographenin unserem Blog berichtet. Die GDBA hat sich heute in einem offenen Brief zu diesem Thema an den Staatsminister für Kultur und Medien gewandt:

 

Sehr geehrter Herr Staatsminister Neumann,

mit großem Bedauern mussten wir das Scheitern des Jahressteuergesetzes 2013 zur Kenntnis nehmen.

Wir, die GDBA, Tarifpartei im NV Bühne und damit auch gewerkschaftlicher und tarifpolitischer Vertreter der Regisseure und Choreographen, bitten Sie eindringlich, sich weiterhin für deren Belange stark zu machen.

Sollte die aktuelle Regelung – voller Mehrwertsteuersatz für Regisseure und Choreographen – Bestand haben, werden gerade mittlere und kleinere kommunale Theater, die schon lange unter starkem ökonomischem Druck arbeiten (die Haustarifverträge mit teilweise zehn Prozent und mehr Gehaltsverzicht, besonders in den neuen Bundesländern, sprechen eine deutliche Sprache), in noch größere Schwierigkeiten geraten.

Unter gleichem Druck und finanziellen Schwierigkeiten stehen die freischaffenden Regisseure und Choreographen, die durch die steuerliche Belastung ebenso ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet sehen.

Wir bitten Sie im Interesse der deutschen Kulturlandschaft, sich noch einmal für die Umsatzsteuerbefreiung einzusetzen, wobei wir der Meinung sind, dass sie auch für andere Berufsgruppen am Theater (z. B. Kostüm- u. Bühnenbildner) zutreffen sollte.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Christoph Kliebes
Präsident GDBA

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