Jörg Rowohlt Geschrieben am 8. Februar 2021

Neustarthilfe jetzt auch für kurz befristet Beschäftigte in den Darstellenden Künsten

Für „kurz befristet Beschäftigte in den Darstellenden Künsten“ soll ein zusätzliches Modul im Rahmen der Überbrückungshilfe III geschaffen werden. Das haben Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) vereinbart. Von den bisherigen Hilfsmaßnahmen waren Betroffene nicht erfasst, weil sie nicht im Haupterwerb selbständig, sondern z. B. für ein Gastspiel kurz befristet beschäftigt sind und wegen zu kurzer Beschäftigungszeiten häufig keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Sie sind schon seit fast elf Monaten weitgehend ohne Beschäftigungsmöglichkeiten, da der Bühnenbetrieb seit März 2020 durch die pandemiebedingten Beschränkungen völlig zum Erliegen gekommen ist. Nachdem zuletzt Unterstützung für die sogenannten unständig Beschäftigten (Beschäftigungen von weniger als einer Woche ohne Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung) angekündigt worden war, wird damit jetzt auch die Gruppe der Künstler*innen mit branchentypischen Gastverträgen berücksichtigt. Im Rahmen der Überbrückungshilfe III können bis zu 7.500 Euro für den sechsmonatigen Zeitraum Januar bis Juni 2021 beantragt werden.

Wirtschaftsminister Altmaier betonte, nun werde auch kurz befristet Beschäftigten geholfen: „Denn wir dürfen in dieser Krise unsere kulturelle Identität nicht preisgeben und müssen die Menschen unterstützen, die sie verkörpern.“ Auch Finanzminister Olaf Scholz freute sich, „dass wir auch für die von der Pandemie hart getroffenen Schauspielerinnen und Schauspieler zielgerichtet finanzielle Hilfe zur Verfügung stellen können, die ihnen in dieser schwierigen Lage hilft.“
Kulturstaatsministerin Monika Grütters äußerte sich dankbar gegenüber ihren Kabinettskollegen, die auf ihr „intensives Werben…die sehr spezifischen Lebensumstände und Beschäftigungsverhältnisse der Kreativen anerkennen“ und die Hilfsangebote darauf abstimmen: „Indem jetzt auch die kurz befristet Beschäftigten in den Darstellenden Künsten in die Neustarthilfe einbezogen werden, erhalten auch diejenigen in der Kulturbranche ein faires und großzügiges Angebot, die unter der Pandemie persönlich und wirtschaftlich mit am stärksten leiden.“

Die GDBA begrüßt die Ankündigung der Regierung – wir werden die hoffentlich einfache bürokratische Umsetzung und die baldige Auszahlung im Auge behalten.

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