Jörg Rowohlt Geschrieben am 22 Oktober, 2013

GVL-Nachverteilung 2008/2009

Ludwig BarnayDie GVL freut sich, eine Nachverteilung für die Jahre 2008 und 2009 ankündigen zu können. Ende der KW 43 wird die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) eine entsprechende Sonderausschüttung durchführen.

Grund für diese Nachverteilung ist der erfreuliche Umstand, dass es nach langen Verhandlungen im Juni 2013 endlich gelungen ist, eine neue Verteilungsstruktur für die Privatkopie-Vergütung für PC´s bei der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) zu etablieren. In der ZPÜ sind insgesamt neun deutsche Verwertungsgesellschaften zusammengeschlossen, der Ausschüttungsanteil der GVL konnte im Ergebnis um 20 Prozent gesteigert werden. Mit der neuen Verteilungsstruktur konnten endlich die bei der ZPÜ verwahrten Vergütungen für die Privatkopie für PC´s an die Verwertungsgesellschaften weitergeleitet werden.

Gleichzeitig wurde innerhalb der GVL der Anteil der Künstler an den Einnahmen aus der Privatkopie-Vergütung für PC´s sowie den Einnahmen aus der öffentlichen Wiedergabe auf Grundlage empirischer Daten rückwirkend angepasst, um den tatsächlichen Leistungsanteil von Künstlern und Herstellern je Medientyp Rechnung zu tragen (siehe Verteilungspläne auf www.gvl.de). Diese Differenzierung wird bei der öffentlichen Wiedergabe auch durch vier unterschiedliche Aufteilungsverhältnisse für Tonträger (50 Prozent Künstleranteil), Radiosendungen (60 Prozent Künstleranteil), Fernsehsendungen (90 Prozent Künstleranteil) sowie Videoclips (10 Prozent Künstleranteil) erreicht. Im Einnahmebereich der privaten Vervielfältigung (ZPÜ) erhalten die Künstler nun 69 Prozent anstatt 64 Prozent.

Nach Abschluss der sorgfältigen Überprüfung durch die Aufsichtsbehörden (Deutsches Patent- und Markenamt sowie Bundesministerium der Justiz) finden damit diese bereits im Jahre 2012 vom Beirat der GVL beschlossenen Änderungen der Verteilungspläne ab 2008 nun Anwendung.

Insgesamt gelangen für die Jahre 2008 und 2009 nun 22,17 Millionen Euro, die bisher der GVL nicht zur Verfügung standen, zur Ausschüttung an die Künstler. Diese Einnahmen werden nach dem alten, bis 2010 gültigen honorarbasierten Verteilungssystem periodengerecht nachverteilt – das heißt, es werden jeweils die in dem jeweiligen Verteilungsjahr 2008 bzw. 2009 ermittelten Vergütungswerte angesetzt und entsprechend der nun erhaltenen Einnahmen aufgestockt. Die Künstler erhalten neben ihrer Auszahlungsmitteilung ein entsprechendes Informationsschreiben.

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken

Kategorien

Archive