Jörg Löwer Geschrieben am 13 Mai, 2014

Genossenschaftstag der GDBA in Frankfurt am Main: Künstler/innen brauchen Respekt!

Die GDBA hat heute eine Pressemitteilung anlässlich des gestrigen außerordentlichen Genossenschaftstages in Frankfurt/Main herausgegeben:

Jörg LöwerGenossenschaftstag der GDBA in Frankfurt am Main:

Künstler/innen brauchen Respekt!

Ein volles Arbeitsprogramm hatten die knapp 100 Delegierten des außerordentlichen Genossen­schaftstages der GDBA, der am gestrigen Montag in den Städtischen Bühnen Frankfurt stattfand.

Im Mittelpunkt stand zunächst die Diskussion tarifpolitischer Anträge, die beim letzten ordentlichen Genossenschaftstag im Mai 2013 in Hamburg nicht mehr erledigt werden konnten sowie Beschlüsse zu notwendigen Satzungsänderungen.

Darüber hinaus ging es vor allem um das Selbstbewusstsein professioneller Künstlerinnen und Künstler. Im Zuge des immer heftigeren Spardrucks, dem sich zahlreiche Theater und Veranstalter ausgesetzt sehen, gibt es eine abwärtsgerichtete Gagenspirale, die sich direkt auf die Einkommensverhältnisse Theaterschaffender auswirkt. Außerdem sehen sich Profis zunehmend des Wegfalls ihrer Beschäftigungsmöglichkeiten durch den vermehrten Einsatz von Semiprofis oder Laien ausgesetzt, was sich ebenfalls negativ auf das Gagengefüge auswirkt.

Die GDBA appelliert deshalb an Theaterschaffende, sich bei Fest- oder auch Gastengagements nicht unter ihre Standards drücken zu lassen. Sie setzt sich in diesem Zusammenhang nachdrücklich für eine tarifvertragliche Regelung von bisher nicht tarifierten Gastengagements im NV Bühne-Bereich ein.

Gleichzeitig sind nicht tarifgebundene Theater und Veranstalter aufgefordert, angemessene Gagen zu zahlen, die sich an der Mindestgage des Normalvertrags Bühne orientieren sollten.

Jörg Löwer, Präsident der GDBA, hierzu: „Wir sehen darin auch eine Frage des Respekts der Gesellschaft gegenüber Künstlerinnen und Künstlern. So lange Veranstalter meinen, ihre Mitwirkenden mit Hungerlöhnen abspeisen zu können, bedarf es unseres Protests! Das gilt in gleicher Weise auch für Theater, die – wie aktuell in Rostock oder Wuppertal – ihr künstlerisches Personal als Einsparpotential betrachten.“

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken

Kategorien

Archive