GDBA unterstützt FIA: WIPO-Vertrag zum Schutz von audiovisuellen DarstellerInnen

Geschrieben am 22.Februar 2012 von Jörg Löwer

[1]Die FIA [2] hat ihre Mitgliederorganisationen um Unterstützung gebeten, damit in 2012 endlich ein WIPO-Vertrag [3] zum Schutz von audiovisuellen DarstellerInnen zustande kommt.

Stars aus der ganzen Welt sagen vereint: „Es ist Zeit“.

Zur Zeit gehen die Verhandlungen bei der WIPO in die letzte kritische Phase und KünstlerInnen aus der ganzen Welt haben ein Video produziert, in dem für einen internationalen Vertrag plädiert wird, der das geistige Eigentum von audiovisuellen DarstellerInnen schützen soll.

 

 

Nach 20 Jahren langer Verhandlungen und koordinierter Anstrengungen von Darsteller-Gewerkschaften auf der ganzen Welt ist die World Intellectual Property Organization (WIPO) [4] endlich bereit, eine diplomatische Konferenz abzuhalten, um einen internationalen Vertrag zum Schutz von audiovisuellen Darbietungen im Juni 2012 zu verabschieden. Mit einem erfolgreichen Endspurt könnten audiovisuelle DarstellerInnen endlich – unterstützt durch ein internationales Gesetz – das Recht erhalten, ihr Image zu schützen und für ihre Arbeit bezahlt zu werden.

Derzeit erhalten nur Audio-Performer einen nennenswerten Schutz auf internationaler Ebene, einschließlich modernisierter und aktualisierter Standards in Bezug auf die digitale Verwendung ihrer Arbeit. Der Mangel an internationalem Schutz  für audiovisuelle DarstellerInnen – oder der Anerkennung ihrer wirtschaftlichen und Urheberpersönlichkeitsrechte [5] – bedeutet für sie einen deutlichen wirtschaftlichen Nachteil. Ohne Mechanismus zur Wahrung ihrer Rechte wird die Arbeit von audiovisuellen DarstellerInnen ausgebeutet oder ihnen werden ungünstige Bedingungen aufgezwungen.

Die Schaffung eines Internationalen Abkommens wird ein bedeutender Gewinn für KünstlerInnen sein, die in Film, Fernsehen und digitalen Medien arbeiten. Es bietet ihnen folgende Errungenschaften:

  • Urheberpersönlichkeitsrechte ermöglichen es ihnen, dafür zu sorgen, dass ihre Arbeit nicht in einer Weise verwendet wird, die schädlich für ihre Reputation ist.
  • Wirtschaftliche Regelungen sorgen für das Recht auf finanzielle Entschädigung für die Verwertung ihrer Arbeit. Dies ist besonders bedeutsam angesichts des sich aus der Nutzung digitaler Technologien ergebenden Potenzials für den weltweiten Vertrieb.

Audiovisuelle DarstellerInnen verdienen angemessene Entschädigung und Schutz ihrer Arbeit. Es ist Zeit für einen internationalen Vertrag, der diesen Umstand anerkennt.


Diese Inhalte sind der Website Buehnengenossenschaft: https://www.buehnengenossenschaft.de entnommen

URLs in diesem Beitrag:

[1] Bild: https://www.buehnengenossenschaft.de/wp-content/uploads/2010/05/Ludwig-Barnay.jpg

[2] FIA: http://www.fia-actors.com/

[3] WIPO-Vertrag: http://www.fia-actors.com/en/policy_Intellectual%20Property.html

[4] World Intellectual Property Organization (WIPO): http://de.wikipedia.org/wiki/Weltorganisation_f%C3%BCr_geistiges_Eigentum

[5] Urheberpersönlichkeitsrechte: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Urheberrecht#Urheberpers.C3.B6nlichkeitsrecht

[6] Marzieh Vafamehr ist frei: https://www.buehnengenossenschaft.de/marzieh-vafamehr-ist-frei

[7] Leitfaden für ausländische Theaterschaffende mit befristeten Engagements in Deutschland: https://www.buehnengenossenschaft.de/leitfaden-fuer-auslaendische-theaterschaffende-mit-befristeten-engagements-in-deutschland

[8] Holland in Not………: https://www.buehnengenossenschaft.de/holland-in-not

[9] Peace for Paris: Solidarität mit unseren französischen KollegInnen des SFA: https://www.buehnengenossenschaft.de/peace-for-paris-solidaritaet-mit-unseren-franzoesischen-kolleginnen-des-sfa

[10] FIA: Ergebnisse der LGBT-Umfrage und EuroFIA-Treffen in Lissabon: https://www.buehnengenossenschaft.de/fia-ergebnisse-der-lgbt-umfrage-und-eurofia-treffen-in-lissabon

Copyright © 2009 Buehnengenossenschaft. All rights reserved.