Jörg Löwer Geschrieben am 17 April, 2013

EuroFIA-Treffen in Edinburgh

Ludwig BarnayDas erste Treffen der EuroFIA in 2013 fand vom 13. bis 15. April in Edinburgh statt und wurde von Equity UK ausgerichtet. Delegierte aus ganz Europa versammelten sich in der Hauptstadt von Schottland, um über die Situation der ausübenden Künstler/innen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene zu diskutieren.

Das Treffen wurde in zwei Teile geteilt. Die ersten beiden Tage waren den Anliegen der europäischen Mitglieder-Gewerkschaften der International Federation of Actors gewidmet, so dass diese ihre gemeinsamen Positionen in europäischen und internationalen Angelegenheiten stärken und ihre nationalen Errungenschaften mit den KollegInnen teilen konnten. Eine spezielle Diskussionsrunde fand zur Situation von Opernsolisten in Europa statt, in deren Folge eine Arbeitsgruppe gegründet wurde. Die Arbeitsgruppe – an der die GDBA beteiligt ist – wird sich bis zum nächsten Treffen der EuroFIA eingehender mit diesem Thema befassen.

Am Montag trafen sich dann Gewerkschaften und Verwertungsgesellschaften, um Wege zu finden, die Interessen der ausübenden Künstler/innen gemeinsam zu verteidigen. Viele Themen wurden angesprochen, darunter die Ratifizierung und Umsetzung des lang erwarteten WIPO-Vertrages von Peking, die derzeit diskutierten EU-Rechtsvorschriften über kollektive Rechtewahrnehmung oder der Vitorino-Report zu Abgaben für Privatkopien und sonstigen Reproduktionsformen.

Zwei EuroFIA-Beschlüsse hinsichtlich aktueller Entwicklungen in der Türkei wurden einstimmig angenommen. Der erste unterstützt Aktionen der AUT und ÇASOD in ihrem Kampf für die Erhaltung des Emek Kino in Istanbul – ein historisches Theater, das derzeit bedroht ist, in ein Einkaufszentrum umgebaut zu werden. Der andere fordert den türkischen Staat zur Stärkung des sozialen Schutzes für alle Akteure im Land auf. Beide Resolutionen können hier heruntgeladen werden (EuroFIA-Resolution Emek Theatre + EuroFIA-Resolution zur sozialen Lage türkischer SchauspielerInnen).

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