Jörg Rowohlt Geschrieben am 25 Juni, 2014

EuroFIA-Treffen in Athen

Ludwig BarnayDelegierte der europäischen Gruppe der International Federation of Actors (EuroFIA) – darunter für die GDBA Jörg Löwer – haben sich vom 4. bis 7. Juni 2014 in Athen getroffen, um über die jüngsten Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene und Fragen von gemeinsamem Interesse zu diskutieren. Regelmäßig auf der Tagesordnung stehen u. a. die Themen Urheberrecht, TTIP, die Ratifizierung des WIPO-Vertrages zum Schutz audiovisueller Darbietungen sowie Berichte aus den Ländern.

Foto: Gerrit Wedel

Nach dem inzwischen traditionellen Dialog mit den europäischen Verwertungsgesellschaften (für Deutschland nahm die GVL teil) stand das Treffen zunächst ganz im Zeichen der aktuellen Situation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und des Kultursektors insgesamt in Griechenland. Der Film „The Lost Signal of Democracy“ des anwesenden Regisseurs Yorgos Avgeropoulos eröffnete das Treffen. Nach den Worten von Avgeropoulos fängt der Film „die wichtigsten und symbolischen Momente der griechischen Wirtschaftskrise ein“. Gleichzeitig zeigt er die Menschen, die eine entscheidende Rolle in dieser dramatischen Situation für Griechenland und die Europäische Union spielten. Schließlich analysiert er die Gründe, die den griechischen Ministerpräsidenten Samaras am 13. Juni 2013 zur Übernacht-Schließung des öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsenders ERT veranlassten.

Das EuroFIA-Treffen ein Jahr danach bot eine gute Gelegenheit, die Beschäftigten in ihrem Bemühen, ERT am Leben zu erhalten, zu unterstützen. Mit ERT Open versuchen sie, gegen alle Widrigkeiten und mit minimalen Ressourcen eine öffentlich-rechtliche Aufgabe zu erfüllen.

Das mit der Hellenischen Union der Schauspieler als Gastgeberin veranstaltete Treffen der EuroFIA beschäftigte sich daneben mit weiteren Themen wie fairen Verträgen, „neuen“ Beschäftigungsformen und den jüngsten Entwicklungen in der EU. Außerdem wurde die Mitarbeit der FIA in den Kommissionen zum sozialen Dialog zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern im audiovisuellen Sektor und im Sektor für darstellende Kunst behandelt – inklusive Fragen u. a. der Gleichstellung der Geschlechter und eines gemeinsamen Vorgehens bei Fragen der Doppelbesteuerung. Zudem ist Jörg Löwer Mitglied einer Arbeitsgruppe, die sich mit den Arbeitsbedingungen von OpernsängerInnen im internationalen Kontext beschäftigt. Erste Ergebnisse will die Arbeitsgruppe zu der im Juni 2015 in Dublin stattfindenden „FIA World Live Performance Conference“ präsentieren.

Foto: Gerrit Wedel

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