Jörg Löwer Geschrieben am 23 September, 2010

Deutsches Schauspielhaus in Hamburg: der Anfang vom Ende………

Ludwig BarnayDie Sparklausur des schwarz-grünen Senats hat getagt und die Ergebnisse sind für das Deutsche Schauspielhaus (wie für viele andere) verheerend. Es ist das einzige staatliche Theater, dem Zuschüsse gestrichen werden. Die Höhe der Kürzung beläuft sich auf 1,22 Millionen Euro – das sind 50 Prozent des künstlerischen Etats. Schließungen kleinerer Bühnen (z.B. des höchst erfolgreichen Jungen Schauspielhauses) sind wohl unausweichlich.

Die Betroffenen haben wie folgt reagiert:

Jack Kurfess (Geschäftsführer): „Damit sind wir wieder einen Schritt näher an der finsteren Vision von Jürgen Flimm, dass der Vorhang des Hauses hochgeht, die Maschinerie sich bewegt – sollte sie überhaupt noch funktionieren – aber kein Schauspieler mehr auf der Bühne steht. (…) Das heißt für das Schauspielhaus das Ende aller kleineren Spielstätten und damit auch das Ende der Sparte Junges Schauspielhaus.“

Florian Vogel (Mitglied der interimistischen Leitung): „Damit ist eine Hemmschwelle überschritten, wonach der künstlerische Betrieb nicht mehr aufrechtzuerhalten ist. Jetzt geht es um den schieren Fortbestand des Hauses.“

Marco Albrecht (Ensemblesprecher): „Das ist der Todesstoß für das Deutsche Schauspielhaus!“

(alles hier nachzulesen auf nachtkritik.de und hier ein Bericht zu den Sparbeschlüssen auf NDR.de und hier ein Artikel aus dem Hamburger Abendblatt)

Diesen Beitrag drucken Diesen Beitrag drucken

Kategorien

Archive