Jörg Löwer Geschrieben am 1 Februar, 2010

„Wuppertal wehrt sich!“ – und die GDBA ist dabei……..

Ludwig BarnayDer Landesvorsitzende NRW Adil Laraki hat bei der Kundgebung vor dem Schauspielhaus Wuppertal am 30.01.2010 folgende Rede gehalten:

Liebe Theater- und Kulturfreunde,

das Theater in dieser Region ist nicht durch eine Feudalherrschaft entstanden, sondern durch bürgerliches Engagement.
Und wir – die Bürger und Steuerzahler – verlangen, dass von unseren Geldern die weltweit einmalige Theaterlandschaft als Kulturgut für unsere Gesellschaft weiterhin erhalten bleibt.

Diese außergewöhnliche Theaterlandschaft müsste eher zum Weltkulturerbe der Menschheit gemacht werden als zur Einsparungsmasse, derer man sich ständig bedienen will.

Die Zuschüsse fürs Theater sind keine Almosen, sondern ein Gegenwert für eine ausgezeichnete Leistung und für eine sinnvolle Aufgabe, die für die Entwicklung unserer Gesellschaft unverzichtbar ist.

Wir sind heute nach Wuppertal gekommen, um dazu beizutragen, dass keine Kulturabbau-Lawine ausgelöst wird. Ein weiteres Abschmelzen der Theaterlandschaft ist für unsere Gesellschaft eine Katastrophe, die es zu verhindern gilt.

Was die Menschen nach dem 2. Weltkrieg mit großer Mühe aus dem Nichts wiederaufgebaut haben, dürfen überforderte Politiker nicht unwiederbringlich verschwinden lassen.

Unserer Region steht das Gleiche wie den anderen Regionen in Europa zu, die einen Strukturwandel durchgemacht haben, und zwar eine finanzielle Unterstützung.

Diese Region hat einen großen Beitrag in der Nachkriegszeit zum Wiederaufbau des ganzen Landes geleistet. Es ist nur Recht und billig, wenn ihr jetzt geholfen wird.

Heute Wuppertal – morgen die ganze Region.
Nachahmer gibt es jetzt schon: In Essen soll es nach dem Willen der Stadtspitze große Einschnitte beim Theater geben und dies während des Zelebrierens zur Kulturhauptstadt.

Die von uns Bürgern gewählten Stadtparlamentsvertreter dürfen keinesfalls Vorschlägen zustimmen, die unseren Städten ihre Zukunft rauben.

Die Landespolitiker sind verpflichtet darauf zu achten, dass unsere Städte lebenswert und für die Bürger und Unternehmen attraktiv bleiben, um gleichwertige Lebensverhältnisse im ganzen Land zu ermöglichen.

Und der Bund kann und darf diese Region, die zu dem Aufbau der Republik wesentlich beigetragen hat, nicht sträflich ignorieren und im Stich lassen.

Unsere Städte befinden sich in einer gefährlichen Krise großen Ausmaßes.
Deshalb müssen wir laut und selbstbewusst auf uns aufmerksam machen und sagen ein klares und unmissverständliches: „NEIN zum Theaterabbau“!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Kundgebung vor dem Schauspielhaus WUPPERTAL am 30.01.2010
DEMONSTRATION „WUPPERTAL WEHRT SICH!“

Am Abend fand dann eine Podiumsdiskussion mit folgenden Teilnehmern statt:

Podiumdiskussion Wuppertal
PODIUMSDISKUSSION „WUPPERTAL WEHRT SICH!“

von links nach rechts:
Johannes Weigand ( Opern-Intendant Wuppertal)
Michael Schmitz-Aufterbeck (Generalintendant Theater Aachen)
Holger Noltze (Journalist + Moderator der Gesprächsrunde)
Anne Linsel (Kulturjournalistin)
Adil Laraki (GDBA Landesvorsitzender NRW)
Jörg Stüdemann (Kulturdezernent und Kämmerer der Stadt Dortmund und Vorsitzender des Kulturausschusses des Städtetages NRW)
Enno Schaarwächter (Kaufmännischer Geschäftsführer der Wuppertaler Bühnen)

Auf der Webseite des Aktionsbündnisses „Wuppertal wehrt sich“ können die Medienberichte über das Aktionswochenende nachgelesen werden.

Und hier der sehr ausführliche Bericht über die Demonstration auf dem Blogform-Projekt „READERSEDITION“.

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