Ludwig BarnayAls Mitglied des internationalen Verbands der Darstellergewerkschaften FIA (International Federation of Actors) rufen wir DarstellerInnen – also TänzerInnen, Solo-SängerInnen, OpernchorsängerInnen, SchauspielerInnen, PerformerInnen u.a. – gleich welcher sexuellen Orientierung zur Teilnahme an einer kurzen Umfrage zum Thema Gleichstellung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgender, transsexuellen und intersexuellen KollegInnen (LGBTI) auf. Mit Ihrer Teilnahme können Sie dazu beitragen, die Gleichstellungspolitik der in der FIA organisierten Verbände auf eine breitere Grundlage zu stellen. Ziel ist eine Charta zur Gleichstellung. Die Ergebnisse sollen beim FIA-Weltkongress 2016 präsentiert werden.

Der Fragebogen hierzu wurde von der FIA-Arbeitsgruppe LGBT entwickelt und findet sich im Internet unter folgendem Link:

https://de.surveymonkey.com/r/WCJJSJX

Für die Umfrage benötigen Sie etwa 10 bis 15 Minuten, Antworten werden streng anonym behandelt und sind bis zum 31. Oktober 2015 möglich.

Hier finden Sie weitere Informationen zur FIA, zur LGBT-Arbeitsgruppe und zur Umfrage:

FIA
Die Internationale Föderation der Schauspieler (FIA) ist ein weltweiter Zusammenschluss von Künstlern-Gewerkschaften, Innungen und Berufsverbänden. 1952 gegründet, repräsentiert sie mehrere Hunderttausende von Künstlern, die in 90 Mitgliedsorganisationen in mehr als 60 Ländern organisiert sind. Hauptzweck der FIA ist es, die beruflichen Interessen der Angehörigen der darstellenden Künste zu artikulieren. Die FIA tritt auf internationaler Ebene für die unterschiedlichsten Belange ein, die das Arbeitsleben beeinflussen können: Dazu gehören in erster Linie Arbeitsbedingungen, die wirtschaftliche und soziale Lage der Darstellerinnen und Darsteller – genauso wie die Betonung der gesellschaftlichen Bedeutung des Kultur- und Kreativsektors.

Die FIA-Arbeitsgruppe Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender
Die FIA ist dabei, ihre Arbeit in Bezug auf die besonderen Herausforderungen auszuformulieren, denen sich Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Intersexuelle (LGBTI) gegenübersehen. Angesichts ihrer starken Verwurzelung in der Gewerkschaftsbewegung unterstützt die FIA die Rechte aller Künstler – unabhängig von Alter, sexueller Orientierung und Identifikation oder Behinderung. Die FIA setzt sich dafür ein, dass im Kulturbereich die Vielfalt der Künstler als ein Spiegelbild der Vielfalt der modernen Gesellschaften anerkannt wird. Eine internationale LGBT- Arbeitsgruppe – 2011 bei der Sitzung des Exekutivkomitees in Sydney gegründet – entwickelt die FIA-Arbeit in diesem Bereich.

Umfrage
Die LGBT-Arbeitsgruppe arbeitet auf eine FIA-Charta zur Gleichstellung von LGBT hin. Zahlreiche Diskussionen führten zu dem Ergebnis, dass weitere Informationen nötig sind, um herauszufinden, ob eine entsprechende Charta das richtige Instrument in Sachen Gleichstellung darstellt. Der erste Schritt in diesem Prozess war die Erstellung einer einfachen Online-Umfrage in verschiedenen Sprachen für FIA-Mitglieder, die sich auf Chancengleichheit und Gleichbehandlung konzentriert. Ziel ist es, dass mindestens zwei Verbände aus jeder der regionalen FIA-Gruppen teilnehmen. Die amerikanische SAG-AFTRA (Screen Actors Guild?American Federation of Television and Radio Artists) wird die Auswertung übernehmen. Die vollständigen Ergebnisse der Umfrage werden beim FIA-Weltkongress 2016 präsentiert.