Jörg Löwer Geschrieben am 24 Januar, 2012

Stellungnahme des Landesverbandes NRW der GDBA zur gescheiterten Intendantensuche in Bonn

Nachdem der derzeitige Bonner Intendant Klaus Weise wegen der seitens der Politik geforderten Sparmaßnahmen seine Nicht-Vertragsverlängerung über 2013 erklärt hatte, ist die Kandidatensuche vorerst gescheitert. Neben anderen hat zuletzt die verbliebene Wunschkandidatin Dagmar Schlingmann – derzeit Intendantin in Saarbrücken – mit Verweis auf das erfolglose Bemühen um eine Reduzierung des Sparvolumens von 3,5 Millionen Euro der Stadt Bonn eine Absage erteilt (nachzulesen hier im General-Anzeiger).

Der Landesverband NRW der GDBA hat dazu folgende Stellungnahme verfasst:

Die GDBA sieht ihre große Sorge im Zusammenhang mit zusätzlichen Einsparungen für das Bonner Theater um 3,5 Mio € ab 2013 bestätigt.

Die mehrfache Absage verschiedener hochkarätiger Kandidatinnen, die Generalintendanz des Theaters der Stadt Bonn zu übernehmen, zeigt, dass die Kürzungen mit einem künstlerischen Abstieg verbunden sein werden und das Einsparvolumen von 3,5 Mio nicht zu realisieren ist.

Die GDBA appelliert an die politisch Verantwortlichen, ihre Einsparbeschlüsse zurückzunehmen.

Um eine/n qualifizierte/n Generalintendantin/en zu finden, braucht es finanzielle Planungssicherheit und eine klare Positionierung seitens der Politik für das Bonner Dreispartenhaus mit einem qualitativ hochwertigen Theater, das der Stadt Bonn und ihren Bürgerinnen und Bürgern auch gerecht wird.

Bonn darf sich nicht in kultureller Bedeutungslosigkeit verlieren.

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