Jörg Rowohlt Geschrieben am 22 Mai, 2018

Pressemitteilung: Theater, Orchester, Oper Halle – Protest zur Spielzeitpräsentation

Die vier Gewerkschaften Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA), Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer (VdO), Deutsche Orchester-Vereinigung (DOV) und ver.di haben zur finanziellen Situation der Beschäftigten der Theater, Orchester und Oper Halle TOOH sowie zu den heutigen Protesten anläßlich der Spielplanpräsentation eine gemeinsame Pressemitteilung herausgegeben:

Theater, Orchester, Oper Halle: Protest zur Spielzeitpräsentation
Belegschaft fordert stabilere Finanzierung durch das Land

Halle (Saale) – Die Beschäftigten der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle (TOOH) werden die heutige Spielzeitvorstellung 2018/19 ab 13.30 Uhr mit einer öffentlichen Protestaktion begleiten. Vor dem Opernhaus am Universitätsring fordern Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen künstlerischen Sparten sowie von Verwaltung, Technik und Staatskapelle Halle eine verlässliche Zukunftsperspektive – für die TOOH, aber auch für alle anderen Orchester und Theater im Land Sachsen-Anhalt. Das Land Nordrhein-Westfalen verdoppelt gerade seinen Kulturetat, der Freistaat Sachsen will seine Theater und Orchester aus den Notlagen-Tarifen befreien, nur Sachsen-Anhalt scheint den Ruf nach einer wirklich auskömmlichen Kulturfinanzierung noch nicht gehört zu haben.

„Wir leiden bis heute unter der letzten Kürzung der Landesmittel. Zum 1. Januar 2009 hatten wir 621 Mitarbeiter, zum Spielzeitende 2017/18 sind es nur noch 476. Trotz übervoller Bundes- und Landeskassen und trotz erfolgter Stellenkürzungen fehlen uns und anderen Orchestern und Theatern im Land immer noch Millionenbeträge. So kann es nicht weitergehen; es muss endlich Schluss sein mit dem Kultur- und Personalabbau“, heißt es aus der verärgerten Belegschaft.

„Auch das Land Sachsen-Anhalt, nicht nur die Kommunen, tragen eine unmittelbare Verantwortung für die Orchester und Theater. Das Land und Staatsminister Robra müssen sich endlich auf die Stadt Halle zubewegen. Wir brauchen eine substanzielle Strukturhilfe und zwar bald“, fordern die Beschäftigten.

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