Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger hat in einer Pressemitteilung auf die Wiederbesetzungssperre für das Stadttheater Bremerhaven reagiert:

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STADTTHEATER BREMERHAVEN:

Künstlergewerkschaft protestiert gegen Wiederbesetzungssperre

Der Intendant des Stadttheaters Bremerhaven hat auf Druck von Stadtverordnetenversammlung und Magistrat eine 6-monatige Wiederbesetzungssperre für die Stellen ausgeschiedener künstlerisch Beschäftigter verfügt. Zugleich soll es nicht mehr möglich sein,  Auflösungsverträge zu schließen und damit auch während der laufenden Spielzeit einen Vertrag zu beenden.

Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) als gewerkschaftliche Organisation der Künstlerinnen und Künstler protestiert gegen diese Verfügung und die dahinter stehende politische Entscheidung. Am Stadttheater Bremerhaven gibt es eine ohnehin dünne Personaldecke; manche Stellen sind nur einfach besetzt. So würde der Theaterbetrieb unter Umständen durch das Ausscheiden eines einzelnen Mitarbeiters oder einer Mitarbeiterin lahm gelegt.

Sabine Nolde, Landesvorsitzende Nord der GDBA: „Die Wiederbesetzungssperre wird dazu führen, dass der Intendant des Theaters vermehrt auf Gastverträge ausweicht, weil er mit festengagierten Mitarbeitern das Risiko einer 6-monatigen Nichtbesetzung eingeht – der Gastvertrag könnte so zum Normalzustand in Bremerhaven werden. Das trifft auf unseren Widerstand!“.

Die GDBA, so Nolde weiter, verlangt von Intendant und Magistrat, die Wiederbesetzungssperre unverzüglich aufzuheben, um den für die Theaterarbeit wichtigen Ausgleich zwischen Spielfähigkeit und sozialer Sicherheit zu erhalten.