Jörg Rowohlt Geschrieben am 19 Februar, 2016

Pressemitteilung: GDBA unterstützt Beschäftigte des Theaters Bielefeld

Zu den geplanten Kürzungen am Theater Bielefeld und dem Offenen Brief der Beschäftigten äußert sich Adil Laraki, Landesvorsitzender NRW der GDBA, in einer Pressemitteilung:

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Künstlergewerkschaft protestiert gegen Kürzungen

Dem Theater Bielefeld werden ab 2018 Kürzungen von 600.000 Euro auferlegt. Das hat der Stadtrat in der vergangenen Woche beschlossen und damit eine Deckelung der ohnehin geplanten Kürzungen vom vergangenen November aufgehoben.
Die GDBA protestiert gegen diese Streichungen, die an die Substanz des Theaters gehen, das insgesamt über einen Etat von rund 19 Millionen Euro verfügt. Das Theater hatte seine Bereitschaft, notwendige Sparmaßnahmen mitzutragen, bereits anlässlich der Kürzungen von 2012 (800.000 Euro) und 2014 (165.000 Euro) gezeigt.

Hierzu der GDBA-Landesvorsitzende NRW, Adil Laraki: „Ich fordere die Stadt Bielefeld auf, den Kürzungsbeschluss zurückzunehmen. Seine Umsetzung würde die Arbeitssituation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Theaters weiter verschärfen. Die Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die für die Stadt Bielefeld bisher ein attraktives Kulturangebot bereithalten. Sie würde außerdem auch auf dem Rücken der jährlich mehr als 200.000 Zuschauer ausgetragen werden, die von diesem Angebot profitieren – nicht zu vergessen die zahlreichen anderen Initiativen, die bisher in die Stadtgesellschaft hineingewirkt haben. Deshalb unterstützen wir den Offenen Brief von 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Theaters an Kulturdezernent Udo Witthaus. Der erhobene Vorwurf des Vertrauensbruchs ist angesichts des Kürzungsbeschlusses nachvollziehbar.
Die Vorgänge in Bielefeld machen erneut deutlich, dass kurzsichtige Kürzungen im Kulturbereich unwiederbringlichen Schaden anrichten können, der tagespolitische Finanzeffekte bei weitem überwiegt.“

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