Die Diskussionen über die Zukunft der Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH nehmen kein Ende (nachzulesen auch hier im Blog). Neue Pläne bedrohen 24 Stellen in der Schauspielsparte Zittau, was weitreichende Folgen haben würde. Im Mai 2012 entscheidet der Kreistag über die zukünftige Finanzierung der GmbH. In einem Interview erklärt der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Octavian Ursu, die genaueren Umstände (nachzulesen hier auf Alles-Lausitz.de). Sein Interview endet mit dem dringenden Appell “Meine Kolleginnen und Kollegen in Zittau und Görlitz sehnen sich nach ein bisschen Planungssicherheit und Zukunftsperspektive”. Eine Online Petition Zittauer Schüler wendet sich nun an den Görlitzer Landrat Bernd Lange, an den Zittauer Oberbürgermeister Arnd Voigt und an den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich und fordert den Erhalt des Theater-Angebots. Hier die Petition im Wortlaut:

Wir, die Bürger Zittaus und Umgebung sind empört.
Seit Monaten laufen die Diskussionen über die Zukunft des Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH. Nun liegen vorläufige Ergebnisse vor, und die sehen für die Schauspielsparte in Zittau nicht gut aus. Es sollen 24 Stellen gestrichen werden, und damit steht u.a. der Wegfall von Weihnachtsmärchen, Kinder- und Jugendarbeit und der Hälfte der Vorstellungen bevor.
Wir sind über diese Entwicklung entsetzt, denn es ist klar: Zittau würde mit dem Theater erheblich an Attraktivität verlieren. Ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens würde absterben und das wollen wir ganz klar verhindern! Bitte helfen Sie uns, indem Sie diese Petition unterschreiben!

Begründung: Kulturelle Vielfalt ist gerade in einer strukturschwachen Region wie dem Landkreis Görlitz wichtig.

Bedingt durch die geografische Lage von Zittau und Umgebung ist das Zittauer Theater für den Großteil der Bevölkerung das einzig erreichbare Sprechtheater.

Das Theater ist ein wichtiger Faktor für die touristische Attraktivität der Region.

Langfristig würde ein Verlust des Theaters der Region also sowohl sozial als auch ökonomisch schaden.

Also, drücken Sie ihren Protest gegen die geplanten Einsparungen aus.
Denn: Eine Stadt, die ihr Theater schließt, gibt sich selbst auf!

Weitere Informationen gibt es auch auf dem Blog der Protestbewegung.