Ludwig Barnay

Generationenwechsel bei den Theaterschaffenden

Genossenschaftstag der Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) wählt neuen Präsidenten

 

Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) hat einen neuen Präsidenten. Die Delegierten der gewerkschaftlichen Organisation der Bühnenkünstler/innen wählten während ihres Genossenschaftsta­ges am 28. und 29. Mai 2013 Jörg Löwer (44) mit großer Mehrheit für vier Jahre ins Amt, das er von Hans-Christoph Kliebes (73) übernimmt. Der Genossenschaftstag in Hamburg war geprägt von einer Aufbruch­stimmung in Zeiten von Kulturabbau und immer mehr prekären Beschäftigungsverhältnissen im künstleri­schen Bereich.

Entsprechend erhofft sich Jörg Löwer vor allem von einer stärker basisorientierten Gewerkschaftsarbeit noch mehr Schlagkraft für die GDBA: „Auch die vielen Einzelmitglieder, die keinem Gremium angehören, müssen die GDBA als ihre Genossenschaft wahrnehmen“, so der ehemalige in Kassel geborene Musicaldarsteller und Choreograf. „Dazu werden wir versuchen, vermehrt deren Wünsche und Interessen aufzunehmen.“

Loewer

Hierzu verabschiedeten die Delegierten auch eine Satzungsänderung, die Einzelmitgliedern bessere Mitwir­kungsmöglichkeiten bringen soll.

Zuvor hatten Hamburgs Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler, der Geschäftsführer des Deutschen Bühnen­vereins, Rolf Bolwin, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Versorgungskammer der deutschen Büh­nen, Gerhard Raukuttis sowie Elisabeth Graf, Präsidentin des Schweizerischen Bühnen Künstler Verbandes (SBKV) Grußworte an die Versammlung gerichtet.

In einer Resolution forderte die GDBA einhellig, die deutsche Theaterlandschaft zum immateriellen Kulturer­be der UNESCO zu erklären. Am vergangenen Wochenende hatte der Deutsche Bühnenverein eine ähnli­che Forderung aufgestellt.