Staatstheater Mainz: Noch hat Mainz eins!

Das Mainzer Staatstheater ist gefährdet. Rund 2000 Theaterschaffende und Bürger/innen protestierten im Rahmen des Aktionstages „Kultur gut stärken“ gegen die Sparpläne der Stadt. Symbolisch trugen die Mainzer ihre Inszenierungen zu Grabe. Nach Plänen des Finanzdezernenten Günter Beck (Grüne) sollen die städtischen Zuschüsse ab 2013 um 3 Millionen Euro gekürzt werden – und dadurch folgerichtig nochmals 3 Millionen durch das Land.  Beck stößt mit diesem Vorhaben nicht nur bei den Demonstranten und Intendant Matthias Fontheim auf Widerstand, sondern auch bei der Kulturdezernentin Marianne Grosse (SPD), die seine Pläne in der Mainzer Allgemeinen Zeitung als “aus heutiger Sicht utopisch” bezeichnet (mehr hier).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kulturzeit auf 3sat zeigt einen Bericht über die Proteste gegen die geplanten Sparmaßnahmen, denen das Kinder- und Jugendtheater als erstes zum Opfer fallen würde. Anzuschauen hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Petition gegen die Sparpläne kann hier gezeichnet werden und hat folgenden Text:

Wir fordern, dass der Stadtrat der Landeshauptstadt Mainz den Etat der Staatstheater Mainz GmbH nicht kürzt, sondern den Bestand des Staatstheaters Mainz in seiner derzeitigen Form und Qualität wahrt.

 

 

 

 

 

 
Fotos: Bettina Müller

Kooperation im nichtkünstlerischen Bereich bringt Theatern im Ruhrgebiet nur wenige Einsparpotentiale

Am Donnerstag, den 19.05.2011, wurden die Ergebnisse des Gutachtens “Kooperationsmöglichkeiten im nichtkünstlerischen Bereich zwischen den Stadttheatern in Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Hagen und Oberhausen” vorgestellt, dass das NRW KULTURsekretariat mit den Kulturdezernenten der Städte bei Culture Concepts sowie der ICG culturplan Unternehmensberatung GmbH in Auftrag gegeben hatte. Dabei sollte im Zuge des Pakts zur Rettung der Stadttheater geprüft werden, wieviel Geld durch Zusammenarbeit im nichtkünstlerischen Bereich unter besonderer Berücksichtigung der Voraussetzungen an den einzelnen Häuser gespart werden kann.

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Freie Freude

Wir haben in unserem Fachblatt bühnengenossenschaft und in diesem Blog schon häufiger Strukturdebatten thematisiert, in denen statt der Chancen theatraler Vielfalt ein vermeintlicher Gegensatz zwischen Stadttheater und Freier Szene diskutiert wird – letztendlich eine schädliche Selbstzerfleischungsdebatte, die wahrscheinlich nur sparwütigen Lokalpolitikern nützt. Nachzulesen unter “Entsolidarisierung in Krisenzeiten”, “Reform der Theaterstrukturen?” oder “Stadttheaterbashing oder: der Aufstand der Nicht-Intendanten………….”.

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